Westísland - Snæfellsjökull/Snæfellsbær

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Nummer Region
1 Kjós - Hvalfjörður
2 Akranes
3 Borganes
4 Borgarfjörður
5 Snæfellsbær - Snæfellsjökull
6 Grundarfjörður
7 Stykkishólmur - Breiðafjörður
8 Dalir

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Snæfellsjökull
Snæfelljökull ist der Name des wohl bekanntesten ísländischen Gletschers sowie des gleichnamigen Nationalparks. Der Nationalpark wurde am 28.06.2001 eröffnet und umfasst eine Fläche von 167qkm. Innerhalb des Nationalparks liegt der Gletscher Snæfellsjökull. Der Nationalpark birgt ausgesprochen schöne Lavaformationen, eine grandiose Küste und wichtige historische Zeugnisse vom Fischfang früherer Zeiten. Über all dem thront der König der ísländischen Berge, der Snæfellsjökull, ein vergletscherter Vulkankegel, der im Verlauf zahlreicher Ausbrüche entstand und noch immer aktiv ist. Manche spüren eine grosse Energie vom Vulkan ausgehen und bezeichnen ihn als eins der sieben stärksten Kraftfelder der Erde.
Der Snæfellsjökull ist 1446m hoch. Der Krater dieses Vulkans ist vergletschert und ca. 200m tief. Am Kraterrand erheben sich 3 Spitzen, die Jökulþúfur. Während der letzten 10.000 Jahre haben drei enorme Ausbrüche in Snæfellsjökull stattgefunden, der letzte etwa 600 Jahre vor der Besiedlung des Landes. Der Snæfellsjökull wurde 1754 erstmalig bestiegen.


Snæfellsbær
Auf der Halbinsel Snæfellsnes haben sich einige Gemeinden zusammnegeschlossen, die von Fischerei und Dienstleistungen für die Umgebung leben.

Búðahraun
Am Südwestende von Snæfellsnes liegt das Lavafeld Búðahraun, das vom Vulkankrater Búðaklettur (88m) stammt. In den Lavaspalten gedeihen 11 von 16 auf -Island vorkommenden Farnarten. Insgesamt wurden dort 130 Pflanyenarten nachgewiesen. Mehrere historische Pfade durchqueren das Lavafeld. Die Küste hat einen hellen Muschelstrand.

Þúfubjarg und Lóndrangar
Þúfubjarg ist eine gewaltige Klippe aus Tuffschichten und war Teil eines Vulkans, der wie Surtsey bei einem Ausbruch auf dem Meeresboden, entstand. Die beiden 61m und 75m hohen Felstürme Lóndrangar sind vermutlich erhärtete Schlote dieses Vulkans.

Djúpalónssandur und Dritvík
An der Westküste von Snæfellsnes liegt der Strand Djúpalónssandur mit interessanten Felsformationen und vier Kraftprobe-Steinen an denen die Seeleute früher ihre Kräfte maßen. Sie heißen Ganzstarke (154kg), Halbstarker (100kg), Halbe Portion (54kg) und Versager (26kg). Hier befand sich einst für jeweils zwei Monate im Jahr einer der größten und populärsten Fischerorte Íslands.

Gufuskálar
Gufuskálar ist ebenfalls ein historischer Fischerort mit Überresten von etwa 200 Lagerhütten. Bei Gufuskálavör haben die Kiele der Fischerboote deutliche Spuren im Fels hinterlassen. Die Ruinnen in der Nähe stammen wahrscheinlich aus der Landnahmezeit. Der Platz zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Zeugnisse skandinavischer Fischerei.

Öndverðarnes
Öndverarnes ist der westliche Zipfel Snæfellsnes. 17 steinerne Stufen führen zum Brunnen Fálki hinab.Im ausgedehnten Lavagebiet Neshraun westlich des Gletschers gibt es kaum Bäche oder Flüsse.

Arnarstapi und Hellnar
Arnarstapi ist ein Fischerort an der Südküste von Snæfellsnes unterhalb des Berges Arnarfell. Westlich des Strandes stehen imposante Klippen, z.B. Gatklettur (Lochfels). Seevögel brüten auf den Felsabsätzen.
Hellnar ist ebenfalls ein Fischerort. Er liegt ca. 3km westlich von Arnarstapi. Hier befand sich früher eine der größten Fischersiedlungen der Halbinsel. Bei Hellnar befindet sich eine Marienstatue sowie eine Quelle unterhalb der Statue.
Der Küstenabschnitt zwischen Arnarstapi und Hellnar steht unter Schutz. An dieser malerischen Felsküste befinden sich zahlreiche Höhlen, z.B. in Valanös. Eine davon heißt Baðstofa (Badestube) und ist bekannt für ihre speziellen Lichtverhältnisse.

Hellisandur und Rif
Hellisandur war einer bedeutesten Fischereiniderlassungen um 1700. Im Fischereimuseum ist u.a. das älteste erhaltene Ruderboot Ísland, Bliki (1826), ausgestellt. Zudem wurde eine Fischerhütte rekonstruiert.
Ehe der Fluss Hólmkelsá seinen Verlauf änderte und den Hafen von Rif zerstörte, war hier der bedeutendste Handelshafen der Halbinsel Snæfellsnes. Im Jahre 1467 erschlugen englische Händler hier sieben Männer und den königlichen Verwalter Björn Þorleifsson in Rif. Die Mordstätte ist noch zu besichtigen.

Ólafsvík
Ólafsvík ist die größte Ortschaft in der Flächengemeinde Snæfellsbær und liegt nördlich des Gletschers and der Nordküste der Halbinsel. Gute Landungsbedingungen und reiche Fischbestände führten schon früh zur Gründung des Ortes. Der Hafenausbau zur Mitte des 19. Jahrhunderts ließ den Ort weiter anwachsen. Von Ólafsvík führt ein Weg auf den Gletscher Snæfellsjökull.


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